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Förderkreis der Städtepartnerschaft e.V. Königstein im Taunus
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Taunus-Zeitung vom 10.10.2012

Sie können von Frankreich einfach nicht genug kriegen:

die Mitglieder des Förderkreises der Städtepartnerschaft Königstein - Le Cannet. Hatten die Königsteiner doch gerade erst mit ihren Freunden von der Côte d‘Azur das 40-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft im Taunus gefeiert (wir berichteten), so saßen jetzt auch schon wieder rund 40 frankophile Kurstädter in einem Bus, um den linksrheinischen Nachbarn einen neuerlichen Besuch abzustatten. Dieses Mal allerdings nicht den Cannetanern.

Im begeisterten Bemühen, die Franzosen, deren Geschichte wie auch ihre Lebensart noch besser kennen und verstehen zu lernen, zog es die Reisegruppe in einen Teil des Nachbarlandes, der wie kein anderer für die wechselvolle deutsch-französische Geschichte steht: Lothringen.

Das Reich Lothars - in seinem karolingischen Ursprung vor über 1100 Jahren groß, stark und unabhängig - wurde ob seiner Mittellage zwischen Frankreich zur Linken und Deutschland zur Rechten zum Zankapfel beider Nationen. Davon zeugen viele Bauten und Denkmäler, und darüber erfuhren die Königsteiner einiges auf ihrer Reise von Metz, über Pont-à-Mousson, Toul, Nancy, Lunéville nach Wingen-sur-Moder.


Historie und Moderne

"Metz ist wirklich einen Umweg wert", schwärmt Dr. Reinhard Siepenkort, der Vorsitzende des Förderkreises, von der alten Reichsstadt und vor allem von ihrer gotischen Kathedrale im historischen Stadtzentrum. Eine Stadtrundfahrt mit dem "Petit Train", dem offenen Bähnchen, brachte die Anlage der Stadt näher und führte auch durch das Deutsche Viertel mit dem imposanten Bahnhof und der Post aus der Zeit des Wilhelminismus.

Siepenkort: "Einen Gegenpol dazu bildet das hypermoderne neue Centre Pompidou als Ableger des Pariser Museums. Die geniale Konstruktion eines japanischen Stararchitekten ist außen und innen fast atemberaubend."

Deutlich beschaulicher geht es da doch in Pont-à-Mousson zu. Allerdings sollte man die Kleinstadt, wo die Königsteiner in einem früheren Kloster Nachtquartier nahmen, nicht unterschätzen. Der Ort galt in früheren Zeiten als geistiges Zentrum Lothringens und hat darüber hinaus bis heute einen landesweit prägenden Einfluss. Den Grund verrät der Vorsitzende des Förderkreises: "Fast jeder Kanal- und Straßendeckel in Frankreich stammt aus der großen Eisengießerei in Pont-à-Mousson."

Vorbei an einer etwa drei Kilometer langen neuen Photovoltaik-Anlage auf den Moselhöhen ging es für die Gruppe am Folgetag weiter in die ehemalige Bischofsstadt Toul am Rhein-Marne-Kanal. Ein Abstecher, der sich nicht nur für historisch Interessierte lohnte, sondern auch Feinschmecker ansprach. Dafür garantierten der Vin gris de Toul - ein blassrosa Weißwein aus roten Trauben - und die Pâté lorrain - eine Blätterteigpastete mit Fleischfüllung.

Die alte lothringische Hauptstadt Nancy erwartete die Gäste aus dem Taunus und vor allem deren Chauffeur derweil mit engen Einbahnstraßen und einem alten R 4. Den, so Siepenkort, mussten erst drei kräftige Herren aus dem Weg heben, um dem Buslenker im Gewirr der Gassen die Weiterfahrt zu ermöglichen. Zum Glück konnten die Königsteiner in der Folge auf den Bus verzichten, lag ihre Unterkunft doch so zentral, dass sich die historisch für Lothringen so bedeutsame Stadt überwiegend zu Fuß erkunden ließ.


Strahlend schön

"Der wundervolle Place Stanislas, im 18. Jahrhundert errichtet durch den entthronten Polenkönig Stanislas Leszczynski, nahm mit seinen in der Sonne strahlenden vergoldeten schmiedeeisernen Toren und dem Triumphbogen alle gefangen", schwelgt der Vorsitzende des Förderkreises noch immer in Erinnerungen an Nancy und nicht zuletzt an die Laser- und Tonschau, "son et lumière". Eine geniale Show, da sind sich Siepenkort und seine Mitreisenden einig, die die Geschichte der Stadt und des Place Stanislas vom 18. bis ins 20. Jahrhundert beleuchtet.

Weiter nach Osten zum Schloss Lunéville, dem lothringischen Versailles, das nach einem Großbrand 2003 Stück für Stück wieder herausgeputzt wird, markierte Wingen-sur-Moder an der elsässischen Kristallstraße den Abschluss der Reise, die die Teilnehmer aus dem Taunus wohl noch lange in angenehmer Erinnerung behalten werden. Schließlich hatte auch der Wettergott seine schützende Hand über die Gäste aus dem Taunus gehalten.

Siepenkort: "Ein strahlend schöner Spätsommer gab sein Bestes zum Erfolg dieser Reise in die französische Moselregion."tz (tz)

 

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